Donald Trump News: Ein Jahr nach Trumps großer Zolloffensive: Eine Chronologie
Zölle gelten als das liebste Mittel des US-Präsidenten: Am "Liberation Day" überzog er damit fast die ganze Welt - heute vor einem Jahr traten sie in Kraft. Ein Rückblick auf die wichtigsten Daten.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Heute vor einem Jahr traten die ersten Zölle des "Liberation Day" in Kraft - also von US-Präsident Donald Trumps großem Auftritt im Rosengarten des Weißen Hauses. Wie reagierten die Handelspartner, wie die Gerichte - und wie geht es mit den Zöllen weiter? Eine Chronologie:
2. April 2025
Trump unterzeichnet ein Dekret zur Einführung eines pauschalen Basiszolls in Höhe von zehn Prozent auf alle Importe in die USA. Grundlage dafür ist das Notstandsgesetz IEEPA. Für viele Länder sollen je nach Handelsdefizit höhere Strafabgaben greifen. Es ist der bisher aggressivste und folgenschwerste Schritt in der Handelspolitik des US-Präsidenten.
9. April 2025
Gegenschlag der Europäischen Union: Die Mitgliedstaaten machen den Weg für erste Gegenzölle zwischen 10 und 25 Prozent frei. Wegen Verhandlungen mit Trump wenden sie die Zölle aber zunächst nicht an.
12. Juli 2025
Trump kündigt Zölle von 30 Prozent auf alle Waren aus der Europäischen Union und Mexiko ab dem 1. August 2025 an.
14. Juli 2025
Die EU bereitet nach Trumps Zollankündigungen zusätzliche Gegenzölle im Wert von 72 Milliarden Euro vor. Gleichzeitig machte EU-Kommissar Maros Sefcovic deutlich, dass sich die EU bis Anfang August weiter um eine Verhandlungslösung bemühen wird.
21. August 2025
Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen einigen sich in einem Rahmenabkommen auf eine Obergrenze von 15 Prozent auf die meisten EU-Warenimporte in die USA. Auch für europäische Autos und Autoteile soll der Satz gelten. Im Gegenzug verpflichtet sich die EU, Zölle auf US-Industriegüter zu streichen und den Marktzugang für US-Agrarprodukte wie Schweinefleisch und Milchprodukte zu erleichtern.
20. Februar 2026
Das Oberste US-Gericht kippt viele von Trumps Zöllen. Dabei hatte sich der Präsident auf das Notstandsgesetz IEEPA berufen. Mit einer deutlichen Mehrheit von sechs zu drei entschieden die Richter, Trump habe damit seine Befugnisse überschritten. Nur wenige Stunden später meldet sich der Republikaner und kündigt an, auf anderen Wegen Zölle erheben zu wollen.
21. Februar 2026
Trump unterzeichnet ein Dekret für einen zeitlich befristeten globalen Zoll in Höhe von zehn Prozent. Dieser greife ab dem 24. Februar, hieß es. Für den neuen Zollsatz stützt sich Trump auf ein Handelsgesetz aus dem Jahr 1974. Dieses erlaubt es, Zölle auf Importe für bis zu 150 Tage lang zu erheben. Nur einen Tag nach der Unterzeichnung kündigt Trump eine Erhöhung auf 15 Prozent an – das wäre der maximale Satz, den die Regierung unter dem Handelsgesetz verhängen kann.
26. März 2026
Das Europäische Parlament will die weitere Umsetzung des Zolldeals mit den USA an strenge Bedingungen knüpfen. Die Abgeordneten sprachen sich mehrheitlich dafür aus. Für den Vollzug müssen auch die Mitgliedstaaten noch den entsprechenden Verordnungen zustimmen.
2. April 2026
Genau ein Jahr nach dem "Liberation Day" kündigt Trumps Regierung neue Zölle in Höhe von 100 Prozent auf patentgeschützte Arzneimittel an - die EU ist davon ausgenommen. Zudem gelten geänderte Regeln für den Import von Stahl, Aluminium und Kupfer: Auf Stahlrollen, Aluminium-Bleche und andere Vorprodukte könnten künftig höhere Zölle fällig werden. Für fertige Produkte wie Waschmaschinen werden Zollregeln hingegen vereinfacht - je nach verbautem Material können ihre Zollsätze in Zukunft sogar sinken.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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