Lawinenwarnung bis Stufe 3: Diese Meldung gilt aktuell für die Alpen im Allgäu

Am 02.04.2026 wurde für verschiedene Regionen in den deutschen Alpen eine Lawinenwarnung herausgegeben. Wo genau in Bayern welche Gefahrenstufe gilt und was Sie vor Ort beachten müssen, erfahren Sie hier bei News.de.

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Welche Tipps sollte man im Notfall bei einem Lawinenabgang kennen? (Foto) Suche
Welche Tipps sollte man im Notfall bei einem Lawinenabgang kennen? Bild: Adobe Stock / Scheidle-Design

Am 02.04.2026 um 15:00 Uhr kam von der LWD Bayern eine Meldung für die Regionen Ammergauer Alpen Nord, Allgäuer Voralpen, Chiemgauer Alpen West, Chiemgauer Alpen Ost, Bayrische Voralpen Ost, Bayrische Voralpen Mitte, Berchtesgadener Alpen und Bayrische Voralpen West. Die Warnung ist vorerst bis zum 03.04.2026 gültig.

"Die Windplatte ist mit weichem Schnee bedeckt und neigt dazu, Lawinen auszulösen."

"Die Windplatte ist mit weichem Schnee bedeckt und neigt dazu, Lawinen auszulösen."; warnte die Meldestelle. Zusätzlich gab der Lawinenarndienst an: "Die Lawinengefahr ist oberhalb der Baumgrenze mäßig und darunter gering. Das Hauptproblem sind Windplatten. An einigen Stellen können sich auch bei geringer zusätzlicher Belastung noch kleine bis mittlere Plattenlawinen lösen. Die lawinengefährdeten Stellen befinden sich hauptsächlich oberhalb der Baumgrenze in steilem Gelände entlang von Graten, unterhalb von Geländekanten sowie in Rinnen und Mulden. Sie sind schwer zu erkennen.

An sehr steilen Hängen mit glatter Oberfläche, wie z. B. Wiesen, können sich kleinere Gleitschneelawinen lösen.

Bei Sonneneinstrahlung können sich an extrem steilen Stellen kleine Lockerschneelawinen lösen."

Details zur Lawinenwarnung: Schneebeschaffenheit und Lawinenprobleme

Begründet wird die aktuelle Gefahrenlage durch die als Lawinenprobleme definierten Kategorien Triebschnee und Gleitschneeproblem. In Bezug auf die Schneebeschaffenheit meldet die Zentrale: "In allen Expositionen liegen Windplatten auf weichen Schichten und Graupel. In einem Höhenbereich von ca. 1500 m bis 2000 m befindet sich an den Schattenhängen unter dem Neuschneedeck der letzten Woche eine Schmelz-Gefrier-Kruste, unter der sich facettierte Kristalle gebildet haben. Einige davon sind noch auslösegefährdet. Der Schneedeckensockel ist kompakt und weitgehend stabil. Tiefliegende Schichten aus Facettenkristallen am Schneedeckensockel in höheren Lagen lassen sich kaum aufbrechen. Der Schnee am Boden ist oft nass. Der Oberflächenschnee wird in der Sonne nass." Weitere Details seien jedoch in den einzelnen Regionen des deutschen Alpenraums individuell stark ausgeprägt.

Die Warnstufen im Überblick - Hier gelten aktuell folgende Warnstufen

RegionWarnstufe
Allgäuer Voralpen2
Allgäuer Alpen3
Ammergauer Alpen2
Werdenfelser Alpen3
Westliche Bayrische Voralpen2
Zentrale Bayrische Voralpen2
Östliche Bayrische Voralpen2
Westliche Chiemgauer Alpen2
Östliche Chiemgauer Alpen2
Berchtesgadener Alpen2

Was bedeutet die Gefahrenwarnung jetzt für Sie?

Entsprechend der Gefahrenstufen und der konkreten Lawinenprobleme sollten Sie bestimmte Regeln beachten, um sich nicht in Gefahr zu bringen.

Bei Stufe 2 wird die Gefahrensituation als mäßig eingeschätzt. Lawinen können vor allem an sehr steilen Hängen ausgelöst werden. Größere spontane Lawinen sind nicht zu erwarten.

  • Besondere Vorsicht gilt allerdings bei einem ungünstigen Schneedeckenaufbau (Altschneeproblem).

Bei Stufe 3 ist die Lawinengefahr erheblich. Anzeichen für diese Gefahr sind das Auftreten von spezifischen Geräuschen und Rissen. Vor allem an steilen Hängen mit bestimmten Höhenlagen können Lawinen leicht ausgelöst werden.

  • Für Wintersportler stellt dies die gefährlichste Situation dar und es ist unbedingt ratsam, risikomindernde Maßnahmen zu treffen und sehr steile Hänge zu vermeiden.

  • Unerfahrene Wintersportler sollten sich besser auf geöffneten Abfahrten und Routen aufhalten.

  • Vermeiden Sie Triebschneeablagerungen insbesondere an Übergängen von wenig zu viel und von weichem zu hartem Schnee.

  • In der Nähe von Gleitschneerissen sollten Sie sich auf keinen Fall aufhalten.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten der LWD Bayern generiert. Datenupdates gibt es täglich (zuletzt am 02.04.2026 um 15:00 Uhr). Bitte beachten Sie, dass sich die Gefahrenstufen und Wetterbedingungen im Verlauf des Tages sowie von Tal zu Tal verändern können. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Wie gefährlich Lawinen vor allem für Wanderer und Skifahrer sein können und wie Sie sich im Ernstfall verhalten müssen, lesen Sie hier bei uns:

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